Auf, nach Nordspanien…Freilerner unterwegs

Nach vier Reisetagen sind wir in dem kleinen Dorf bei Burgos gut angekommen. Nach 11 Monaten sind wir wieder unterwegs mit unserem Ford Transit. Es fühlt sich so leicht an, minimalistisch zu reisen: Kein putzen, sauberhalten von Küche und Bad, Tischen, Stühlen.. Immer neue Landschaften durchstreifen wir.

Anfangs Olivenanbau soweit das Auge reicht. Dann hauptsächlich Getreideanbau dann wieder durch grüne Landschaften mit Wäldern und Stauseen. Unser 1. Halt ein Stausee mit warmen Wasser wie in der Badewanne.

Die Kinder baden bis spät abends. Sarah und Noah wollen früh um 5 Uhr geweckt werden. Morgens bei Mondenschein steigen wir in die warmen Fluten. Das Wasser leuchtet im Mondschein.  Ich denke an Michel und Alfred die im See baden gehen….

Die dreieinhalb Stunden Fahrt strengen alle an. Ich steuere einen Stausee an, der ungeeignet ist für eine erfrischende Rast. Fahren weiter. Finden einen Platz an der Straße, essen dort. Fahren weiter an den nächsten Stausee.  Baden nicht möglich wegen Naturschutzgebiet! Es ist brennend heiß. Suchen dann einen schattigen Platz zur Mittagspause. Abends suchen wir den nächsten Stausee bei St. Martin auf. Finden nicht den geeigneten Platz. Emmi meint, der Strand an der Staumauer wäre gut. Ich suche nach einer anderen Stelle. Hier verpasse ich die Einfahrt, fahren rechts ab in eine Einbahnstraße mitten durchs Gebirge, kein Wenden möglich. Oben werden wir angehalten von einer Polizeisperre. Anita und Kinder sind hinten nicht angeschnallt. Die Polizisten schauen hinten rein und sehen, dass Anita nicht anschnallt war. Wir versuchen uns aus der Situation herauszuwinden. Eine Strafe zahlen zu müssen, wollen wir vermeiden. Ich frage nach der Strecke und meinte, dass wir uns hier verfahren hätten und nicht wissen, wo der Weg uns hinführt (was ja auch der Wirklichkeit entsprach).  Daraufhin wollten sie uns, so hatten wir den Eindruck, loswerden  und ließen uns fahren.

Zu guter Letzt kommen wir in einen Stau. Mir wird es zur Lehre: Hätte ich auf Emmi gehört! Ich wollte wieder einmal etwas durchsetzen. Nach einer Stunde landen wir wieder an dem vorher, von Emmi gewählten Badeplatz. Die Sonne war verschwunden. Noah und ich gehen noch Baden.

Abends kurz vorm Dunkelwerden wechseln wir noch mal den Platz der uns allen abgelegener scheint, oberhalb des Sees mit Blick auf die Berge.

Am nächsten Morgen schlafen alle aus.Wir gehen noch mal baden. 14:15 Uhr starten wir weiter nach Alba de Tormes (heilige Theresia).  19 Uhr schauen wir innerhalb einer Kirche in das Sterbezimmer der Heiligen. Ich meine, die unverweste Mumie Theresia´s  gesehen zu haben. Hinterher stellte sich heraus, dass es nur eine Nachbildung war.  Wir wollten sie aber richtig sehen. Erkunden das Museum, was aber gleich schließt….

Suchen dann einen Schlafplatz, finden einen am Ufer im Ort  am Wald. Emmi hat Hunger. Sie will bleiben, mir gefällt der Platz nicht. Ich fahre raus aus dem Ort, alles Felder, kein Schattenplatz. Wir drehen um und steuern den vorherigen Platz wieder an. Alle sind genervt…

Am Sonntagmorgen stehen wir ausgeschlafen auf. Die Stimmung ist gut. Gehen noch mal zusammen 11 Uhr in die Stadt. Dort besuchen wir das Museum mit dem Marmorsarg der Theresia.  12 € kostet der Eintritt. Wir bekommen ein Gerät  in deutscher Sprache. Hunderte Bilder, Ausstellungsstücke, Schätze und Gebrauchsgegenstände aus der damaligen Zeit sind zu sehen. Die Sprecherin verwirrt uns mit den vielen Informationen. Am Schluss sehen wir diesen Marmorsarg. Rechts daneben der angebliche Arm von Maria Theresia, auf der linken Seite ihr Herz. Die Informationen über die Überreste sind widersprüchlich. Der wertvolle Schatz liege hier, die Überreste seien in Ávila aufgebahrt…?

Wir sind etwas enttäuscht, denn über Theresia erfahren wir nicht viel. Welches eigenartige  Spiel! Haben sich die 200 km Umweg gelohnt?

Uns zieht es dann doch zu den “lebendigen Heiligen”. Wir fahren gegen 14 Uhr weiter unserem Ziel entgegen. 7 Minuten vor dem Ziel kurze Essensrast. Endlich, ca. 19 Uhr Ankunft bei der Familie. B. und I. mit ihren zwei Kindern freuen sich über unsere Ankunft. Wir stehen über Nacht an ihrem schmuck ausgebautem Bauwagen.

Am 25. Juli frühstücken wir zusammen auf der Wiese. Mit I. kommen wir über politisch-philosophische gesellschaftliche Fragen ins Gespräch. Dann lassen wir uns von den zwei Kindern den Stausee in der Nähe zeigen. Er soll das beste Wasser von Spanien haben.

Gestern Abend fuhren wir noch auf dem Platz, wo das Treffen der Familien sein soll und halfen bei einigen Vorbereitungen. Interessant finden wir, dass dieser Platz direkt am Jakobsweg liegt.

So, dass nun ein kleiner Ausschnitt von unseren vielen Eindrücken unserer Reise. Internet haben wir hier nur sporadisch…. Bilder können wir nicht hochladen. Das Kabel vergessen oder irgendwo im Auto? 

 

Ein Kommentar

  • Hii das mit der Spanischen Polizei kenne ich… Sobald ich die Frage ob Sie Deutsch oder Englisch Sprechen,
    ist die Kontrolle schon vorbei. Dabei offene ich mein Herz ganz weit und sende diesen Menschen in Uniform viel Liebe, damit auch sie wach werden und erkennnen wo für sie benutzt werden. Ich kann Dir nicht genau sagen vor was sie Flüchten, meinen Worten oder von meiner Herz- Energie ? ! Ich Glaube sie wollen oft einfach ihre Ruhe, so wie wir auch :-). Mein Mann ist aus ziemlich Sturr, das hat uns schon einige Fettnäpfchen beschert. Aber wir lernen alle nie aus und als Familie macht es manchmal Sinn Fehler einfach als Erfahrung zu erkennen…. Das sind sie nämlich auch, das ist FREILERNEN. Auch für uns Eltern, wir lernen nie aus.

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