Alle Freilern-Interessierten aufgepasst! Mein nächstes "Meeting für Freilerner und Interessierte" (Gesprächszeit zum Austausch über alle Fragen des Freilernens) wird voraussichtlich am Donnerstag, den 2. November, 19:00 Uhr sein. Ich freu mich, wenn Du dabei bist! Liebe Grüße, Christian. Hier kannst du dich anmelden:

Wie mein Sohn (7) als Freilerner das Verständnis für Zahlen (Rechnen) entwickelt

Zahlen in Form von Geld (Taschengeld…), Jahreszahlen (Geburtsjahre der Geschwister/Alter…), Uhrzeit (Stunden, Minuten, Sekunden), Gewichten (Trinkwasserflaschen 2, 5, 6-Ltr.), Mengen, Entfernungen (Meter, Kilometer, Zentimeter…), Geschwindigkeiten (Er sitzt meist im Auto vorn…) sind schon lange sein Thema.

„Mama, wie alt warst Du, als Emmi geboren wurde? Wie alt warst Du als ich geboren wurde?“

Was genau in seinem Kopf abgeht können wir nicht sagen. Es rattert in seinem Kopf  von 23 bis 39…

Noah ging kürzlich mit mir auf den Berg. Er will unbedingt die Crossfahrer sehen. Ich komme mit und sag ihm, dass ich ohne Mandeln oder Oliven nicht zurückkomme… (Viele verwilderte Bäume stehen am Weg…)

Wir nehmen den Rucksack mit. Er denkt noch an die Wasserflasche und an etwas zu Essen, packt sich ein paar Mandarinen ein und wir ziehen los.

Und tatsächlich, die Crossfahrer kommen. Wir beobachten sie, wie sie den Abhang “hinunterklettern”. Nach 10 Minuten ist alles vorbei.

Jetzt kommt meine Zeit. Am Wegesrand steht der erste Mandelbaum und ich fange an, Mandeln zu pflücken.

Er hatte mir anfangs versprochen, zu helfen. Nun stand ich allein am Baum und er hatte eigentlich keine Lust dazu. Ich erinnerte ihn an sein Versprechen.

Er: “Wenn du 100 gepflückt hast dann helfe ich mit.” Ich forderte seine Versprechungen ein. Daraufhin meinte er, dass er ab 80 mithelfen würde.

Ich zähle laut weiter.

Als ich dann schon bei über 100 war  fing er an, mir mitzuhelfen. Er kletterte auf den Baum und pflückte oben und ich zählte weiter.

Als wir dann bei 200 waren war er hochmotiviert, weitere Mandeln zu pflücken.

Nach 250 hörten wir mit dem Zählen auf. Es kamen noch einige Mandeln dazu und wir suchten uns einen neuen  Mandelbaum.

Er klettert wieder hinauf pflückte und warf sie mir vor die Füße.

Ich zählte nicht mehr, las nur noch auf. Ich sagte ihm, dass  mir um die 500 Mandeln reichen würden und erzählte ihm, dass ich im letzten Jahr  2000 bis 3000 Mandeln am Stück sammelte. Er staunte.

Die zweite Tüte füllte sich. Da ich zu einer bestimmten Zeit wieder zu Hause sein wollte, hörten wir auf.

Wir verglichen dann beide Tüten. Die eine Tüte vom ersten Baum, und die andere Tüte von dem zweiten. Er hielt jeweils eine Tüte in der Hand und schätzte ab, welcher schwerer wog und stellte fest, dass die Tüte vom zweiten Baum voller war.

Zu Hause angekommen sollte ich die Tüten noch nicht in die Kiste schütten. Er wollte sie zählen.

Ihm war sehr wichtig, dass ich keine Mandeln vorher herausnehme und …er zählte. Nannte mir zwischendurch immer wieder das Zwischenergebnis von der einen Tüte, dann von der anderen und kam dann allein auf insgesamt 688 Mandeln. Wir staunten gemeinsam, wieviele Mandeln wir zusammenbekommen hatten.

Ein anderes Beispiel, wie sich Rechnen/Zahlen in echten Lebenszusammenhängen zeigt:

Nachdem Noah mit Hilfe seiner großen Schwestern einen Brief an seinen Freund verfasste sollte dieser, mit einem zweiten Brief, zur Post gebracht werden.

Von 8:00 – 10:00 hat hat hier die Post geöffnet. Es war 8:30. Noah drängte zum Aufbruch. Unsere Große schlief noch im Auto. Immer wieder stellte er die Frage, wie spät es sei. Wir schauen zusammen auf die Uhr.

Dann überlegte ich laut, wie viel zwei Briefe kosten werden: ”Ein Brief kostet 1,15 E. Wieviel Geld muss ich mitnehmen? (Meine Überlegung: Sag ich ihm das Ergebnis? In diesem Fall ja. Ich hab ja das Ergebnis schon. Wäre also keine echte Frage von mir!).

Ich antworte: “2,30 E”. Er darauf: “Es müsste 3,00 E. kosten!” Um ihm noch mal Zeit zum Überlegen zu geben nenne ich die zwei Beträge: “1,15 und 1,15”.

Er meinte, er wäre von 1,50 ausgegangen. War es ein Hörproblem? Nun ratterte es in seinem Kopf, dann kam die Einsicht: “Ach ja, 2,30E!”

Ich suchte dann den Betrag im Portmonee. Er schaute genau auf meine Finger, welche Münzen ich herausnehme. Er will sie genau sehen. Dann bringen wir Briefe und Geld zum Auto.

Inzwischen war die Zeit fortgeschritten, es wurde immer später. Irgendwann war die Zeit vorbei, unsere Große schlief noch im Auto.

Noah fragte: “Warum macht die Post schon 10:00 Uhr zu?” Warum hat sie nicht den ganzen Tag offen?

Wir, Sara (11) war dazu gekommen, machten dazu Überlegungen: Verdienst des Postangestellten, Stundenlohn….Würde es sich lohnen, wenn der Postbote den ganzen Tag wegen vielleicht 3 Kunden hinterm Schalter sitzen müsste? ….besprachen das Verhältnis zwischen Einnahmen und Ausgaben….

Da die Zeit nun vorbei war, den Brief weg bringen zu können. Welche Möglichkeiten gab es noch? Der Postkasten! Aber woher die Marken nehmen?

Ah, da gibts noch den Tabakladen. Noah: “Aber da muss man mehr bezahlen!”

Ich antworte: “Nein, es ist der gleiche Preis.” Das beruhigte ihn.

Hintergrund-Info´s:

In der Fachliteratur spricht man von “informellem” (nicht formales) Lernen (lesenswert!) , Lernen in echten alltäglichen Lebenszusammenhängen. Die Familie spielt hierbei eine entscheidende Rolle – Kommunikation, generationsübergreifend, emotional…

Dem gegenüber steht das “formale” Lernen, wie es z.B. in Schulen stattfindet. In diesem Fall werden die Inhalte in kleinen Häppchen vom einfachen zum komplizierten gelehrt.  

Formales Lernen ist ein zielgerichtetes, dass vor allem noch im letzten Jahrhundert der Wirtschaft diente.

Informelles, lebenslanges Lernen, wird zunehmend auch von der Wirtschaft gefordert, da die zunehmende Flexibilität in allen Lebens- und Wirtschaftsbereichen dies erfordert. Warum kommt es an (staatlichen) Schulen nicht zur Anwendung?

Informelles Lernen steht immer im Zusammenhang mit Emotionen, spielt sich im Bewusstsein wie im Unterbewusstsein ab. Gestern fuhr ich Noah zu seiner Freundin. Er freute sich auf die Zeit dort. Plötzlich stellt er während der Fahrt meiner großen Tochter (15) die Frage: “Wieviel ist 9×7?“ Sie antwortete “63”. (Z.Zt. hat sie Spaß daran, ihm das 1×1 bei zu bringen.)

Ich fragte ihn danach, wie er so plötzlich auf diese Aufgabe komme. Er meinte: “Weiß nicht. Einfach so.”   

Freue mich über eure Rückmeldungen!

Euer Christian mit der FreilernFamily


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15 Kommentare

  1. Veröffentlich von peter bangkok am 19. November 2016 um 1:45

    „Lernen in echten alltäglichen Lebenszusammenhängen. Die Familie spielt hierbei eine entscheidende Rolle – Kommunikation, generationsübergreifend, emotional…“ Ist das nicht eine Selbstverständlichkeit? Eltern…Familie sind mindestens genau so wichtig für die Entwicklung des Kindes, wie die Schule. Viele Eltern ignorieren den Begriff „Sorgerecht“, verlassen sich auf den Staat (Schule) und beschweren sich über die Unzulänglichkeiten des Systems.Oft entwickeln sie sich irgendwann zu Helikopter-Eltern. Das ist bestimmt nicht immer der beste Weg für die Kinder/Jugendlichen. Ich habe noch die, meines Erachtens, katastrophale Entwicklung der antiautoritären Erziehung im Kopf.



    • Veröffentlich von Christian Hahn am 20. November 2016 um 0:51

      Ja, sollte eine Selbstverständlichkeit sein, lieber Peter. Viele Eltern stecken oft so drin im „System“, im Alltagsstress, dass sie diese Aufmerksamkeit für ihre Kinder nicht mehr aufbringen können… Der Alltag der Familien wird immer mehr belastet durch…. Ich spreche aus Erfahrung, bin schon seit über 30 Jahren Vater. Wenn ich zurückdenke an mein erstes Kind, da war vieles entspannter als heute!
      Ist sicher keine Entschuldigung, das Sorgerecht im Helikopter-Modus dem Staat zu überlassen. Der heutige Belastungsdruck könnte auch „Aufwachmedizin“ sein, einen selbstbestimmt und eigenverantwortlichen Weg mit den Kindern zu finden und zu gehen, oder?
      Antiautoritäre Erziehung war einmal… Heute hat sich die pädagogische Landschaft von bewusst lebenden Eltern mit ihren selbstbewussten Kindern sehr verändert – von Erziehung zur B e z i e h u n g auf Augenhöhe in Respekt und Achtung voreinander. Ist meine Erfahrung.
      Danke dir für deine Diskussions-Anregung!
      Liebe Grüße, Christian.



  2. Veröffentlich von Louise am 19. November 2016 um 2:47

    Wunderbar! Meine Tochter antwortet auf die Frage nach ihrem Alter, dass sie viereinviertel ist. Als sie mir vor ein paar Tagen erzählte, dass ihr manche Kinder das nicht glauben, weil es ein Viertel nicht gäbe, habe ich ihr versucht zu zeigen, was ein Viertel bedeutet. Mal hatten wir vier Murmeln, mal vier Stifte, mal die vier Stühle am Tisch und am Ende „erklärte“ sie mir, dass, wenn ich eins von vieren nehme, das ein Viertel ist…



    • Veröffentlich von Christian Hahn am 20. November 2016 um 0:27

      Du hast eine wunderbare Tochter! Danke, Louise, für die kleine Episode deiner Tochter und dir!
      Ja, lasst uns vielen Eltern Mut machen und aufzeigen, wie sogar 4 1/4 Jahre junge Kinder solche Zusammenhänge in echten Lebenszusammenhängen schon verstehen können.
      DANKE! Herzlichst und alles Gute für euch! Ich freu mich schon wieder auf einen Zwerggeflüster-Artikel von dir!
      Christian.



  3. Veröffentlich von Anja Möbes am 19. November 2016 um 9:42

    Ja super, echt sehr anschaulich beschrieben, wie automatisch Lernen im Leben geschieht, weil’s einfach immer und überall dazugehört.



    • Veröffentlich von Christian Hahn am 20. November 2016 um 1:06

      Danke dir, Anja, macht mir Mut, dran zu bleiben und vielen Eltern zu zeigen, dass natürliches Lernen funktioniert!
      Wenn sich immer mehr Eltern finden, die zumindest in der Grundschulzeit ihren Kindern einen selbstbestimmten Lernweg ermöglichen, wird sich in der festgefahrenen Bildungslandschaft „Schule“ bald etwas ändern müssen!
      Es lebe die Bildungsfreiheit für unsere Kinder! Sie sind unsere Zukunft!
      Liebe Grüße, Christian mit der FreilernFamily.



  4. Veröffentlich von Nana am 19. November 2016 um 11:17

    Das fällt mir dazu ein: https://goo.gl/FIaOjS 🙂
    Ein bisschen zu sehr Homeschooling, aber man bekommt doch ein Gefühl, was das Leben so alles bietet ;)!



    • Veröffentlich von Christian Hahn am 20. November 2016 um 0:20

      Liebe Nana,

      danke für deine Rückmeldung auf meinen Artikel!
      Mit der englischen Seite kann ich grad nicht so viel anfangen…
      „Ein bisschen zu sehr Homeschooling“ Ich meine, die Motivation ist vor allem von meinem Sohn ausgegangen. Klar sind wir Erwachsene auch eine „vorbereitete Umgebung“. Unsere Kinder leben ja nicht im luftleeren Raum. In dem Sinn ist die Grenze zwischen Unschooling und Homeschooling nicht deutlich ziehbar, oder?
      Interessanter Diskussionspunkt! Und nachdenkenswert! Danke dir für deine Kritik! Bleiben wir dran! Es lebe die Bildungsfreiheit!
      Alles Liebe, Christian



  5. Veröffentlich von Andrea Richter am 19. November 2016 um 12:08

    hallo christian,
    danke für die schöne episode von eurem mandel-ausflug. es erinnerte mich an eine erfahrung vor 3 tagen, als ich wegen akutem krankenstand des kinderhausteams im hort einsprang. zwei jungen unterhielten sich wie lang es noch dauern würde, bis sie abgeholt würden. der eine hatte noch eine halbe stunde zu warten und bemerkte, dass dies ja kürzer sei als die stunde wartezeit seines freundes, der es ihm in 2 halbe stunden umgerechnet hatte. als wir feststellten, dass es laut liste ja sogar noch 2 stunden dauern könnte, sagte er plötzlich, dann sind es ja sogar 4 halbe stunden und wenig später: das sind 8 viertelstunden. ich war völlig überrascht von seiner erkenntnis, da ich diesen jungen häufig verträumt erlebe.
    liebe grüße aus torgau, andrea



    • Veröffentlich von Christian Hahn am 20. November 2016 um 0:11

      Danke, Andrea, für d e i n e Episode mit den zwei Kindern aus dem Kinderhaus! Kinder sind Genies, und entwickeln unglaubliche Fähigkeiten in kurzer Zeit, wenn sie den inneren und äußeren Raum des SEINS-Dürfens leben dürfen.
      Vielleicht kommt einmal die Zeit, in der die zwei nicht mehr auf ihre Mama`s/Papa`s warten müssen…
      Meine Erfahrung ist, dass meist die Jungs ein stärkeres Interesse an mathematischen Zusammenhängen zeigen. Aber dazu könnten neueste Erkenntnisse in der Gehirnforschung etwas sagen…
      Deine Episode ist ein gutes Beispiel, den Eltern zu zeigen, wie natürliches Lernen geht. Im Alltagsstress gehen uns Eltern oft solche Episoden unserer Kinder verloren oder wir sehen sie nicht….
      Alles Liebe nach Torgau, Christian.



  6. Veröffentlich von Dagmar am 19. November 2016 um 21:51

    Das ist auch gerade unser Thema: Rechnen im Leben. Wir haben auch einen siebenjährigen Zahlenmeister, der jede Gelegeheit nutzt, die Zahlen rattern zu lassen. Beim informellen Lernen geht es nicht wie beim Lernen in der Schule nach einer bestimmten Reihenfolge. Prozentrechnung erklären wir dann, wenn er danach fragt, und das ist eben schon mit 7 statt wie sonst in den späteren Klassen. Die Regelschule zerstört leider bei vielen Kindern die Lust an Zahlen. Mein Kleiner geht auf eine freie Schule, auf der ich sehr viele rechenstarke Kinder erlebe. Und das ganz ohne klassischen Matheunterricht, einfach im Spiel und gemeinsamen Einkaufen gelernt.



    • Veröffentlich von Christian Hahn am 19. November 2016 um 23:15

      Ja, so muss das Lernen gehen. Danke, Dagmar für deine lieben Zeilen zum Thema! Unsere Kinder sind unsere Zukunft! Toll, dass du deinen Kindern dieses selbstbestimmte Lernen ermöglichst!! Es werden immer mehr, die nach alternativen Wegen suchen oder sie auch schon gehen! Für uns Erwachsene, die noch das alte System Schule durchlaufen haben, ist es eben auch ein Lernprozess. Ich bin fasziniert von der freien Bildungsart und entdecke immer wieder neues bei meinen Kindern oder auch bei mir, wie ich mich frei bilden kann!
      Freut mich auch, dass du ab 2017 mit deinem Online-Magazin startest! Eine wichtige Aufgabe!
      Alles Liebe und Gute! Herzlichst, Christian.



  7. Veröffentlich von Dorothee Dudek am 20. November 2016 um 11:37

    Ich gebe dir Recht. Das Schulsystem muss sich ändern. Ich habe 4 Kinder. Zwei sind einigermaßen klargekommen in der Schule. Mein zweiter Sohn dagegen hat sich durchgequält. Hat schon nach einer Woche gefragt, wann er damit fertig sei und arbeiten dürfte. Die Jüngste hat total verweigert (mit 13). Auf eigenen Wunsch mehrfach die Schule gewechselt und nach 3 Wochen wieder geschwänzt. Sie hat viel hinterfragt und keine verständlichen Antworten bekommen. Entsprechend entschieden, die nehmen mich nicht erst. Zu Hause gab es viele Kämpfe. Zwischenzeitlich war sie in einer Wohngruppe. Wegen Schuleschwänzen rausgeflogen. Sie war so konsequent, dass sie sich geweigert hat, das fällige Bußgeld in Form von Sozialstunden abzuarbeiten. War deshalb zweimal im Jugendarrest. Sie ist übrigens laut Test hochbegabt. Jetzt ist sie fast 20 und selbst Mutter. Und ihr graut schon vor der Schulzeit ihrer Maus.
    Wir haben unsere Kinder zum mitdenken erzogen, das bringt im jetzigen System eher Probleme. Trotzdem würde ich es immer wieder so machen.



    • Veröffentlich von Christian Hahn am 27. November 2016 um 2:36

      Danke Dorothee, für den Einblick in den Wertegang mit deinen Kindern, für deine Offenheit, für dein Vertrauen! Kinder merken sehr schnell, wenn sie nicht als individuelle Wesen gesehen und wertgeschätzt werden und für die Absichten der Lehrer, des Bildungsplans…funktionieren müssen. Ich habe 3 Jahre an einer staatlichen Schule als Lehrer gearbeitet…. und es nicht mehr ausgehalten. Es hat mir weh getan, was ich auf Grund des Systems Schule und den Forderungen mancher Eltern von den Kindern verlangen sollte. Die Kinder sind n i c h t das Problem! Es sind wir Erwachsenen! Unsere alten Muster, unsere Ängste, unser gelernter Druck… mit all dem alten Kram belasten wir Lehrer die Kinder! Die meisten Lehrer sind mit dieser Situation ja auch nicht glücklich, kämpfen ums eigene Überleben und wälzen den Druck „von oben“ auf die Kinder ab! Viele denken darüber auch gar nicht nach und bilden sich noch ein, dies wär genau der richtige Weg… Wie kann unter diesen Umständen Lernfreude und Lebenslust, natürliche Neugierde und Wissbegierde erhalten bleiben oder entstehen? Ja, wir brauchen eine völlig andere Lernkultur, in der das Kind mit seiner Einzigartigkeit w i r k l i c h gesehen wird und sein Potential sich entfalten kann, ohne Bewertungen (Noten), Druck… nach seinem ureigendsten inneren Entwicklungsplan… Leider können wir diese notwendigen Veränderungen von „oben“ nicht erwarten. Wir Eltern haben die Macht, eine neue Lernkultur einzufordern! Toll, dass ihr eure Kinder zum Mitdenken erzogen habt! (Dies wird in den meisten Schulen aberzogen!)… Schule muss sich so verändern, dass nach 10/12 Jahren Bildungszeit neugierige, wissenshungrige, lebendige, selbstbestimmte, eigenständig denkende und eigenverantwortlich handelnde, kreative liebevolle Persönlichkeiten daraus hervorgehen… Sie sind die Gestalter unserer Zukunft und deren großen Herausforderungen, die mit Herz und Verstand bewältigt werden wollen… Liebe Grüße und alles Gute! Christian.



  8. Veröffentlich von Henning am 21. November 2016 um 11:10

    So gewonnenes Wissen bleibt im Gegensatz zum Schulwissen auch ein Leben lang hängen!
    Habe meine Erfahrungen mit informellem Mathematiklernen auch zu Papier/Tastatur gebracht: http://www.freilern-blog.de/mathematik-ist-die-kunst-das-rechnen-zu-vermeiden-ein-interview/